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10.02.2012  | Netzcode: 3134786  |  192 Mal gelesen.
Tirschenreuth

Nie wieder solch schreckliche Dinge

Jack Terry aus New York erzählt Gymnasiasten vom dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte

Tirschenreuth. "Ihr sollt aus meiner Geschichte lernen, damit nie wieder solche schrecklichen Dinge geschehen." Jack Terry fand aufmerksame Zuhörer, als er jetzt im Stiftland-Gymnasium den jungen Leuten erzählte, wie das so war, damals in den Konzentrationslagern.

Regelmäßig kommt er aus New York in die Oberpfalz und spricht unter anderem mit Schülern der Oberstufe über das Erlebte. Als jüngster Sohn jüdischer Eltern wuchs er in einer kleinen polnischen Stadt nahe Lublin auf. Seine Familie wurde im Oktober 1942 von ukrainischen Soldaten festgenommen und in Arbeitslager deportiert, wobei der Vater und eine Schwester vom Rest der Familie getrennt wurden. Dem Jungen gelang die Flucht nach Hause, wo er seinen erschossenen Bruder fand.

Bei seiner nächsten Deportation kam er in ein Arbeitslager, wo der Kriegsverbrecher Amon Göth allen Jungen befahl, sich auf den Bauch zu legen, um sie anschließend nacheinander zu erschießen. Um diesem Schicksal zu entkommen, band Jack Terry sich Steine unter die Füße, damit er größer wirkte und wurde so den Männern zugeteilt.

Bei der Selektion der "arbeitsfähigen" Frauen sollte seine zweite Schwester von seiner Mutter getrennt werden, und als diese sich weigerte, erschoss man zuerst seine Schwester vor den Augen der Mutter und danach die Mutter selbst. Das alles im Beisein von Jack Terry. Auch den Rest seiner Familie sollte er nie wieder sehen. Nach weiteren Deportationen kam er im August 1944 schließlich nach Flossenbürg.

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