Von (do) |
10.02.2012
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Eschenbach
"Die Schülerzahl muss stimmen"
Kultusminister Spaenle unterstützt FOS-Pläne in Eschenbach - Entscheidung ist aber noch offen
Eschenbach. (do) Der Minister soll es richten. Doch die Verantwortlichen wissen: Das höchste Gut einer Schule sind die Schüler. Und die kommen bei der Gründung einer Fachoberschule nicht von selbst. Da tut es gut, wenn zur Eigeninitiative der Wirtschaftsschule Eschenbach und des Landkreises Neustadt/WN als Sachaufwandsträger Unterstützung von oben kommt.
Nicht vom Himmel, sondern aus München war am Mittwochabend in der Staatlichen Wirtschaftsschule die Schützenhilfe zum Aufbau einer weiteren Bildungseinrichtung in Eschenbach eingetroffen. Als Hoffnungsträger der Eschenbacher setzte Bayerns Ressortchef für die Bildung mit seiner Bemerkung ein dickes Ausrufezeichen: "Auch in der Fläche kein Abschluss ohne Anschluss."
Dr. Ludwig Spaenle bekannte sich zur Investitionsoffensive des Freistaates in die Bildungseinrichtungen, um, wie er sagte, den jungen Familien ihre Entscheidung, im ländlichen Raum zu bleiben, leichter zu machen. Das gelte auch für die beruflichen Oberschulen. Der Bayerische Kultusminister verwies auf das große Interesse der Jugend, die Bildungsangebote der Mittel- und Realschulen sowie des Handwerks zur beruflichen Weiterbildung anzunehmen.
Den Eschenbacher Bemühungen zur Gründung einer neuen Fachoberschule versprach der Staatsminister Rückendeckung aus dem Ministerium, "wenn die Schülerzahlen ausreichen", schränkte Spaenle ein. Um diese zu prüfen, gelte in Bayern das klassische und bewährte Instrument der Probeeinschreibung. Diese Ergebnisse gelte es abzuwarten.
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Eschenbach
"Die Schülerzahl muss stimmen"
Kultusminister Spaenle unterstützt FOS-Pläne in Eschenbach - Entscheidung ist aber noch offen
Auswirkung auf Weiden
Der Minister verkannte auch nicht mögliche Auswirkungen auf den großen FOS/BOS-Standort Weiden und die Weidener Neubauwünsche. Der Fachminister bat um Verständnis, dass erst nach der vom 5. bis 16. März 2012 stattfindenden Einschreibung Schlussfolgerungen für die künftige berufliche Oberschullandschaft gezogen werden könnten.
Zu Beginn der "Kick-off-Veranstaltung" hatte Landrat Simon Wittmann die vielen Gäste, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Annette Karl, Schulleiter, Elternvertreter, Kommunalpolitiker und Wirtschaftsvertreter noch einmal auf seine FOS-Offensive eingeschworen. Der Landkreischef hielt es mit Blick auf die Probleme des ländlichen Raumes für unabdingbar, auch im Westen des Landkreises Bildungsreserven zu mobilisieren.
Als große Stärken des Eschenbacher Raumes hob Simon Wittmann die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten in der Staatlichen Wirtschaftsschule und in der ehemaligen Krankenpflegeschule, das vorhandene Bildungspotenzial- und Personal und die gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur hervor.
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Eschenbach
"Die Schülerzahl muss stimmen"
Kultusminister Spaenle unterstützt FOS-Pläne in Eschenbach - Entscheidung ist aber noch offen
Wirtschaftsschulleiter Walter Schnoy verwies besonders auf die traditionell guten Kontakte der Schule zu den sozialen Einrichtungen und zur Wirtschaft. Diese enge Zusammenarbeit werde in einer künftigen FOS besonders bei den Praktika von Vorteil sein, bemerkte der Studiendirektor.
"Wir wollen die Schule. Wille und Glauben an eine neue FOS in Eschenbach treffen zusammen", sagte MdL Tobias Reiß. Die herausragende schulische Infrastruktur in Eschenbach schreie geradezu nach einer weiteren Bildungseinrichtung. Reiß hofft mit den "Gründungsmotoren" auf eine erfolgreiche Probeeinschreibung im März und setzt auf die Nachhaltigkeit der beruflichen Oberschulentwicklung in Eschenbach.
Karl: "Nur Gewinner"
Annette Karl lobte die parteiübergreifende Initiative zur Gründung einer FOS in Eschenbach. Im Aufbau einer neuen Berufsoberschule sieht die SPD-Landtagsabgeordnete ein probates Mittel gegen die Abwanderung der jungen Menschen aus der ländlichen Region und einen Faktor für gute und gleichwertige Lebensverhältnisse. Den Berufsbildungsstandort Weiden sieht Karl mit einer weiteren FOS in Eschenbach nicht gefährdet. "Deshalb gibt es nur Gewinner", glaubt die Abgeordnete.
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