Eine Frage
Kommentar von Benjamin Tietz
der Größe
Dass die Gräben zwischen dem amtierenden Bürgermeister Rudolf Birner und seinem Amtsvorgänger Johann Prifling tief sind, ist kein Geheimnis. Zu viel ist vorgefallen, gegenseitige Vorwürfe am Rand der Gürtellinie waren auch im Gemeinderat an der Tagesordnung. Sie gipfelten schließlich in einem Rücktrittsgesuch des Ex-Bürgermeisters, der darin abermals hart mit dem Gemeindeoberhaupt und seiner Art der Amtsführung ins Gericht ging.
Unbestritten ist jedoch, dass Johann Prifling in fast einem Vierteljahrhundert als Bürgermeister viel für die Gemeinde erreicht hat. Unbestritten ist es deshalb auch, dass es dieser Gemeinde - ihr Oberhaupt ist nunmal Rudolf Birner - gut zu Gesicht gestanden hätte, dem scheidenden Kommunalpolitiker in ihrem Namen Dank und Anerkennung für sein Engagement zu zollen - und zwar fernab persönlicher Ressentiments. Doch das musste ein Stellvertreter auf eigene Initiative hin übernehmen.
Gemeindeoberhaupt Rudolf Birner hätte in diesem Moment die Chance gehabt, über seinen Schatten zu springen und wirkliche Größe zu zeigen - politisch und menschlich. Er hat sie nicht genutzt.
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