Von (my) |
10.02.2012
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Bodenwöhr
Klärgas fließt in Eigenverstromung
Zweckverband zur Abwasserbeseitigung beschließt Maßnahmen - Haushalt 2012 auf den Weg gebracht
Sie konnten den Sieg des FC Bayern am Bildschirm verfolgen, denn die Sitzung verlief wie üblich harmonisch und damit auch zügig. Die Vertreter des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Sulzbachtal tagten am Mittwochabend im Bodenwöhrer Rathaus und trafen dabei wichtige Entscheidungen.
Eröffnet wurde die Tagesordnung mit der Jahresrechnung 2010. Die hatte mit 1 473 583 Euro geschlossen und wurde vom örtlichen Prüfungsausschuss unter die Lupe genommen. "Keinerlei Beanstandung", konstatierte Rudi Sommer aus Bruck stellvertretend für das Gremium.
Die Anregungen im Prüfbericht sollen künftig Berücksichtigung finden. Nun wird sich der Ausschuss mit der Jahresrechnung 2011 (1 516 822 Euro) befassen. Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband befasste sich mit den Jahresrechnung von 2007 bis 2009. Die Versammlung nahm vom Ergebnis, das einige Anmerkungen enthielt, Kenntnis. Auch dazu wird es entsprechende Reaktionen geben.
Ein Blockheizkraftwerk
Das Klärgas, das Verwendung zur Beheizung der Faultürme findet, soll in Energie für den Eigenstromverbrauch umgewandelt werden. Die jährlichen 160 000 Kubikmeter Gas können dann mittels Kraft-Wärme-Kopplung durch ein Blockheizkraftwerk (60 KW) etwa 315 000 Kilowattstunden erzeugen. Die Einsparung soll bei 62 000 Euro liegen. Die Amortisierung der Investition dürfte in sieben Jahren erfolgen. Die Faultürme müssen im Gegenzug voll mit Heizöl beheizt werden.
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Bodenwöhr
Klärgas fließt in Eigenverstromung
Zweckverband zur Abwasserbeseitigung beschließt Maßnahmen - Haushalt 2012 auf den Weg gebracht
Die Aufstellung des Blockheizkraftwerkes mit Installation der Maschinen im Keller des Kläranlagen-Betriebsgebäudes ist für den Sommer geplant. Die Kosten in Höhe von rund 200 000 Euro werden in den laufenden Haushalt eingestellt. Auf Anregung von Rudi Sommer wird noch eine Kohlendioxid-Bilanz erstellt. Ein weiterer Baustein zum Thema "Energieeffizienz und erneuerbare Energien" ist die Photovoltaikanlage, die auf dem Dach des Betriebsgebäudes Platz findet.
Angestrebt wird die Eigenerzeugung an Strom von 16 000 Kilowattstunden. Die Installationskosten sind mit 40 000 bis 50 000 Euro je nach Modultyp veranschlagt. Auch dazu gab die Versammlung einhellig "grünes Licht".
Die Kostenaufteilung
Festgelegt wurde dann die Betriebskostenumlage. Sie ist mit 684 900 Euro veranschlagt. Zwei Drittel des umlagefähigen Aufwands (456 600 Euro) werden zu 50,4 Prozent von Nittenau und je 24,8 Prozent von Bruck und Bodenwöhr getragen.
Ein Drittel (228 300 Euro) übernimmt zu 48,11 Prozent die Stadt am Regen. 26,19 Prozent muss Bruck, 25,7 Prozent Bodenwöhr beisteuern. Ohne Anmerkungen passierte der Haushalt 2012 das Gremium. Der Verwaltungsetat ist mit 1 157 800 Euro kalkuliert, der Vermögensteil mit 634 800 Euro. 150 000 Euro sollen als Kredit für Investitionen aufgenommen werden.
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Bodenwöhr
Klärgas fließt in Eigenverstromung
Zweckverband zur Abwasserbeseitigung beschließt Maßnahmen - Haushalt 2012 auf den Weg gebracht
Im "grünen Bereich"
Abschließend informierte Geschäftsleiter Josef Fellner über die zurückliegenden Maßnahmen im Verbandsgebiet. Demnach konnte der Kläranlagenbetrieb trotz der Faulturmsanierung ohne größere Störungen abgewickelt werden.
Die gesamte eingeleitete Abwassermenge (einschließlich Regenwasser) betrug im vergangenen Jahr 1 683 000 Kubikmeter. Die Reinigungsleistung ist nach wie vor sehr gut. 5900 Kubikmeter Klärschlamm wurden nach maschineller Entwässerung zur Kompostierung abgegeben.
Bekanntlich beteiligt sich der Zweckverband beim Thema "Klärschlamm" am kreisweiten Projekt mit Blick auf eine zentrale Trocknungsanlage.
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